Version 5.13 vom 28.08.2010
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  GESCHICHTE

  Pollo - Schmalspurbahn in der Prignitz

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Einfach nur Pollo, so heißt unsere Schmalspurbahn, die über 70 Jahre lang durch die Prignitzer Landschaft bis zu ihrer Stilllegung 1969 bzw.1971 verkehrte. Diese Bahn mit der Spurweite von 750 mm, hatte in ihrer größten Ausdehnung ein Streckennetz von 101,63 km. Dieses entstand ab dem Jahre 1897 mit den Strecken Kyritz - Lindenberg - Hoppenrade, zuzüglich des Abzweiges von Rehfeld nach Breddin und Perleberg - Hoppenrade, 1900 Viesecke - Glöwen, 1907 Lindenberg - Kuhsdorf, 1908 Kuhsdorf - Pritzwalk und als letzte Strecke folgte 1912 Viesecke - Kreuzweg.

Alle Strecken wurden vorrangig gebaut, um die landwirtschaftlichen Produkte abtransportieren zu können. Die Bahnanlagen wurden einfach gehalten. Der Oberbau bestand aus 9 m langen Schienen die auf 12 Schwellen aus Kiefernholz verlegt waren. Gebettet waren die Gleise in ungesiebtem Grubenkies. Die Empfangsgebäude waren eingeschossig in Fachwerk-Ziegel-Bauweise oder nur einfache Wartehäuschen aus Ziegel oder Holz. Die Gleisanlagen der Zwischenstationen hatten nur ein Ausweich- oder Ladegleis. Ein Umschlag von Gütern gab es nur von Hand. Für den Personenverkehr wurden 1939 zwei Triebwagen angeschafft, um den Personenverkehr kostengünstiger und schneller durchzuführen.

Im Jahre 1948, wurde der Streckenabschnitt Viesecke-Kreuzweg abgebaut, um mit dem Gleismaterial den nach dem 2. Weltkrieg abgebauten Strecke Glöwen - Havelberg (ehem. Normalspurbahn/Reparationsleistung) wieder aufzubauen. Seit dem gab es in Glöwen zwei Schmalspurbahnhöfe an der Hauptbahn Berlin - Hamburg, die aber keine schmalspurige Gleisverbindung hatten. Da die Leistungsfähigkeit des Kraftverkehrs immer weiter anstieg und die Schmalspurbahn immer uneffektiver wurde, kam es zum Jahresende 1967 zur Einstellung des Verkehrs zwischen Glöwen und Lindenberg. Am 31.Mai 1969 wurde auch auf dem Restnetz der Verkehr eingestellt. Nur zwischen Glöwen und Havelberg dampfte es noch bis zum 26.September 1971.

Abzweig Vettin (Blick Lindenberg)


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